"If every 8 year old in the world is taught meditation, we will eliminate violence from the world within one generation." - Dalai Lama

Yoga im Kinder- und Teenageralt ist bunt, mal laut und mal leise, abwechslungsreich, lustig, aber auch entspannend. Im Vordergrund steht das ganzheitliche Lernen durch Yoga, da in diesem Lebensalter Bewegung und Lernen einfach untrennbar sind.

Jede Kinderyogastunde ist spannend, abenteuerlich und ein Erlebnis für alle Sinne. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, indem wir Yoga nicht einfach nur üben, sondern es viel mehr spielen. Wir gehen nicht in den herabschauenden Hund, sondern wir sind der Hund - und das mit allen Geräuschen, die dazu gehören! Neben den Körperübungen, die die Muskeln kräftigen, die Faszien dehnen und die Körperwahrnehmung fördern, gehören ebenso altersangemessen Meditationen, Atemübungen und Entspannungstechniken dazu. Die Fähigkeit, schlussendlich aus der Bewegung in die Ruhe zu kommen, ist eine Ressource, die den Kindern und Teenagern ein Leben lang, niemand mehr nehmen kann.

Yoga in unterschiedlichen Altersgruppen

Das, was die Kindheit und Jugend so besonders macht gegenüber dem Leben als erwachsener Mensch, ist die stetige Entwicklung. Um diesen wachstums- und entwicklungsbedingten Veränderungen von Körper, Psyche, Kognition und sozialer Kompetenz gerecht zu werden, wird Yoga für Kinder und Teens in unterschiedlichen Altersgruppen unterrichtet.

Vorschulalter (3-6 Jahre) 

Yoga bedeutet hier in erster Linie Spaß , Abenteuer und ein Erleben mit allen Sinnen. Spielerisch wird eine Verbindung von Körper, Geist und Seele geschaffen.Die Phantasie darf frei fließen, das Ausprobieren steht im Vordergrund und das Kind darf einfach nur Kind sein. Völlig frei von Druck und Stress lernen die Kinder sich und ihren Körper kennen.
Anders, als man es aus einer Yogastunde für Erwachsene kennt, ist Yoga mit dieser Altersgruppe auch mal laut. Zentral ist aber, am Ende immer wieder von der Aktivität in die Ruhe zu kommen und die Kleinen an ein Gefühl der Zentrierung und Stille heranzuführen. Insbesondere dies ist eine wundervolle Vorbereitung auf die bevorstehende Schulzeit.
In der etwa 30-45-minütigen Yogastunde spielen wir und machen altersangemessene Atemübungen, Partner- und Gruppenübungen, Meditation und Entspannungsübungen oder Phantasiereisen. Häufig sind Kinderbücher oder Geschichten und Sagen aus Indien Grundlage.

Grundschulalter (7-10 Jahre)

Yoga kann in diesem Alter toll in den Schulalltag integriert werden. Mit den Grundschülern geht es schon mehr um die Themen Stressabbau, Zentrierung und Förderung der Konzentration. Die Yogaübungen helfen, Haltungsschäden vorzubeugen, sowie Muskeln zu stärken und Verspannungen zu vermeiden. Ebenso wie bei den ganz Kleinen werden auch hier noch viele Partner- und Gruppenübungen gemacht. Die Körperübungen, Atemübungen, Meditations- und Entspannungsübungen sind nach wie vor sehr kindnah, jedoch mehr mit dem Fokus auf der Förderung eines positiven Selbstbildes und Selbstwirksamkeit. Gerade in diesem Alter zeigen Kinder häufig großes Interesse an Geschichten, wodurch es sich anbietet, Themen wie Chakren, Geschichten und die Mythologie Indiens und die Herkunft von Yoga zu behandeln.

Teens (11-15 Jahre)

Aus eigener Erfahrung wissen wahrscheinlich die meisten, was für eine herausfordernde Zeit die Pubertät sein kann. Wachsende Anforderungen im Schulalltag und steigender Leistungsdruck verursachen Haltungsschäden mit Symptomen wie Kopfschmerzen und Verspannungen. Hinzu kommen körperliche und hormonelle Veränderungen und Gruppendruck.

Eine Yogastunde mit Teens ist deutlich fließender, dynamischer und weniger spielerisch als im Vorschul- und Grundschulalter. Dennoch stehen auch hier immer noch Leichtigkeit und Freude im Vordergrund, sodass Gruppen- und Partnerübungen nach wie vor ein wichtiger Bestandteil sind. Die körperliche Praxis, Atemübungen und Meditation werden nun langsam an den erwachsenen Yogaunterricht angenähert. Inhaltlich wird sich vermehrt dem achtgliedrigen Pfad des Yoga gewidmet, ethischen Themen und dem Chakrasystem. Yoga kann insbesondere in diesem Lebensalter ein wichtiges Werkzeug sein, die Widerstandskräfte und den Selbstwert zu stärken und Fähigkeiten der Selbstregulation und Selbstwahrnehmung zu fördern.

Was zeichnet meinen Yogaunterricht für Kinder und Teens aus?

Mein wichtigstes Ziel ist es, zu zeigen, dass Yoga nicht nur auf der Yogamatte praktiziert werden kann, sondern dass die Reise erst so richtig beginnt, wenn wir die Matte und das Yogastudio verlassen.  Nur wenige Dinge schenken uns das, was Yoga uns schenkt: Selbstreflexion, Widerstandskräfte, ein positives Selbstbild, die Fähigkeit sich abzugrenzen, Ruhe und Zufriedenheit in sich selbst zu finden und vor allem Lebensfreude und Dankbarkeit. Je früher dies Einzug findet in das Leben eines Menschen, desto schöner!
Meinen jüngeren Yogaschülern möchte ich die Chance geben, genau dies schon sehr früh zu erfahren und zu verinnerlichen.

Durch meine Studiengänge Transdisziplinäre Frühförderung und Bildungs- und Erziehungswissenschaften bin ich Pädagogin durch und durch und liebe das Arbeiten mit Menschen insbesondere in einem jüngeren Lebensalter.

Wenige Dinge sind so erfüllend, wie live und in Farbe mitzuerleben, dass man einen positiven Einfluss auf das Leben anderer hat. Somit liegt mir in meinem Yogaunterricht mit Kindern und Teens besonders am Herzen, eine Message mitzugeben, die über die Yogamatte hinaus im alltäglichen Leben eine Bedeutung hat.


Sind die Kinder klein, müssen wir ihnen helfen, Wurzeln zu fassen.
Sind sie aber groß geworden, müssen wir ihnen Flügel schenken.
- Indische Weisheit